Zucker kann einen Rub süßer machen und beim Garen für Farbe sorgen. Bei direkter hoher Hitze kann derselbe Zucker schnell dunkel werden. Dieser Gastbeitrag hilft dir, passend zur Zubereitung zu wählen; prüfe bei einem bestimmten Rub immer das Etikett.
Was ist ein BBQ-Rub?
Ein BBQ-Rub ist eine Mischung aus Kräutern, Gewürzen und manchmal Zucker, mit der du Fleisch, Fisch oder Gemüse vor der Zubereitung einreibst. Beim Garen ziehen die Aromen in das Produkt ein und es entsteht eine geschmackvolle äußere Schicht.
Je nach Zubereitung enthält ein Rub Zutaten wie Paprika, Knoblauch, Zwiebel, Pfeffer, Salz, Kreuzkümmel, Senf, Chili und manchmal braunen Zucker.
Warum enthält ein BBQ-Rub Zucker?
Zucker erfüllt beim Grillen mehrere Funktionen:
Er sorgt für eine schön karamellisierte Außenseite;
hilft bei der Bildung einer festen Bark;
gibt einen dezenten süßen Gegenpol zu herzhaften Gewürzen;
sorgt beim Garen für zusätzliche Farbe.
Besonders beim Low-&-Slow-Grillen ist Zucker ein wichtiger Bestandteil vieler klassischer amerikanischer BBQ-Rubs.
Was ist eine Bark?
Die Bark ist die dunkle, aromatische Kruste, die beim langen Grillen oder Räuchern entsteht. Sie besteht aus Gewürzen, Rauchpartikeln, Fleischsaft und geschmolzenem Fett, die zusammen zu einer festen äußeren Schicht karamellisieren.
Eine Bark ist dunkelbraun bis fast schwarz. Das bedeutet aber nicht, dass das Fleisch verbrannt ist. Im Gegenteil: Eine gute Bark ist eines der Merkmale von perfekt zubereitetem Brisket, Pulled Pork oder Short Ribs.
Wann verwendest du einen BBQ-Rub mit Zucker?
Einen Rub mit Zucker verwendest du vor allem, wenn du indirekt bei relativ niedriger Temperatur grillst.
Das gilt beispielsweise für:
Pulled Pork;
Brisket;
Burnt Ends;
Short Ribs;
Spareribs;
Schweinenacken.
Bei Temperaturen zwischen etwa 100 und 140 °C hat der Zucker ausreichend Zeit, langsam zu karamellisieren, ohne zu verbrennen.
Wann verzichtest du besser auf Zucker?
Grillst du über direkter Hitze? Dann wählst du besser einen Rub ohne Zucker.
Zum Beispiel für:
Steaks;
Ribeye;
T-Bone-Steak;
Picanha;
Burger;
Rindersteaks.
Bei direkten Temperaturen von 220 °C oder mehr kann Zucker schnell verbrennen. Dadurch entstehen ein bitterer Geschmack und eine schwarze Kruste, die wenig mit einer guten Bark zu tun hat.
Welchen BBQ-Rub wählst du?
Für Low-&-Slow-Zubereitungen eignen sich Rubs mit einer kleinen Menge Zucker ideal. Für schnelle Zubereitungen über direkter Hitze wählst du besser einen herzhaften Rub ohne zugesetzten Zucker.
Im Sortiment von Van Beekum Specerijen findest du für nahezu jede Zubereitung einen passenden BBQ-Rub, von klassischen Pulled-Pork-Gewürzen bis zu kräftigen Steak- und Rindfleisch-Rubs.
Prüfe die aktuellen Zutaten des Rubs: Die Zuckermenge unterscheidet sich je nach Mischung. Stimme deine Wahl auf die Zubereitungsweise ab.
Häufige Fragen zu Zucker in BBQ-Rubs
Warum enthält ein BBQ-Rub Zucker?
Zucker sorgt für Karamellisierung und zusätzlichen Geschmack und hilft beim langsamen Grillen, eine feste Bark zu bilden.
Verbrennt Zucker auf dem Grill?
Ja. Bei hohen direkten Temperaturen kann Zucker verbrennen und einen bitteren Geschmack verursachen.
Kann ich für Pulled Pork einen Rub ohne Zucker verwenden?
Ja, allerdings bildet sich eine schöne Bark dann weniger schnell. Die meisten BBQ-Fans wählen für Pulled Pork deshalb einen Rub mit Zucker.
Welche Zubereitungen eignen sich für einen zuckerfreien Rub?
Steaks, Hamburger, Picanha, Ribeye und andere Gerichte, die über direkter Hitze zubereitet werden.
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